Sorgerecht – Fachanwalt Familienrecht Oldenburg

Hier finden Sie Informationen und Hilfe rund um das Thema SorgerechtRechtsanwalt Henning Gralle aus Oldenburg ist als Fachanwalt ganz auf das Familienrecht spezialisiert und hat Erfahrung im Sorgerecht seit mehr als 20 Jahren.

Worauf müssen Sie achten?

  • Zum Wohle des Kindes

    Beim Sorgerecht steht immer das Kindeswohl an erster Stelle.

  • Alleiniges und gemeinsames Sorgerecht

    Grundsätzlich erhält die Mutter zunächst das alleinige Sorgerecht und es muss eine gemeinsame Sorgerechtserklärung abgegeben werden, damit auch der Vater das Sorgerecht erhält. Seit der Sorgerechtsreform vom 19. Mai 2013 kann der Vater jetzt aber auch gegen Willen der Mutter das Sorgerecht bekommen.

  • Sorgerecht und Scheidung

    Im Falle der Scheidung erhalten beide Eheleute in der Regel das gemeinsame Sorgerecht – wobei in der Praxis derjenige, bei dem die Kinder wohnen, alltägliche Dinge grundsätzlich alleine entscheiden kann.

Sorgerecht, was ist das?

Das Sorgerecht definiert einerseits das Recht auf (Für-) Sorge in Bezug auf das Kind, andererseits auch die Pflicht zu Sorge und Erziehung.

Die elterliche Sorge umfasst zum Beispiel folgende Fragen:

  • Ab wann soll das Kind in die Krippe?
  • Welche Schule soll das Kind besuchen?
  • Soll das Kind nach der zehnten Schulklasse eine Ausbildung absolvieren oder weiter die Schule besuchen?
  • Wann soll ein Konto für das Kind eröffnet werden?
  • Kommt eine weite Auslandsreise in Betracht?

Auch Fragen des religiösen Bekenntnisses oder schwerwiegende medizinische Eingriffe sind Bereiche des Sorgerechts.

Sorgerecht für Anfänger

Kaum ein Gut wird durch die Rechtsordnung so stark geschützt wie die Familie. Ein Hauptaugenmerk des Gesetzgebers liegt deswegen aus gutem Grund auf der Kindeserziehung. Dabei unterscheidet er allerdings grundsätzlich zwischen Kindern, die innerhalb einer Ehe geboren werden und Kindern, die außerhalb einer Ehe geboren werden.

Nach dem Familienstand richten sich ebenfalls die Rechte der Eltern.

In Deutschland wird mittlerweile jedes dritte Kind außerehelich geboren. Das Sorgerecht der Mutter ist dabei selten problematisch.

Die Rechte von Vätern durchzusetzen war hingegen lange Zeit schwierig. Seit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus Juli 2010 ist das Sorgerecht des Vaters nicht mehr von der Zustimmung der Mutter abhängig. Seit Mai 2013 erhalten die Väter auf Antrag in der Regel auch das Sorgerecht, außer es sprechen Gründe gegen das gemeinsame Sorgerecht. Hier muss die Mutter im Gegensatz zu den Rechtslage vor Mai 2013 gut argumentieren.

Worum geht es beim Umgangsrecht?

Im Gegensatz zum Sorgerecht regelt das Umgangsrecht nicht, wie die Lebensführung des Kindes aussehen soll, sondern wer ein Recht auf Kontakt zum Kind hat. Meistens geht es dabei um das Recht der Eltern, aber auch Großeltern und sogar entferntere Verwandten wie Onkel und Tanten können ein Umgangsrecht haben.

Besonders Zeitpunkt und Dauer von Besuchsrechten sind oft Streitgegenstand. Ob nun nur am Wochenende, in den Ferien oder jeden Tag: Jede Regelung muss individuell an die Bedürfnisse der Beteiligten angepasst werden.

Wir arbeiten das mit Ihnen aus!

Was häufig nicht beachtet wird: Auch das Kind hat ein Recht auf Umgang mit den Eltern und Dritten, insbesondere Familienangehörigen. Das gilt besonders für nahe Verwandte wie etwa Geschwister oder Großeltern. Deswegen ist auch im Sinne des Kindeswohls eine schnelle und möglichst einvernehmliche Regelung wichtig.

Langes Gezerre um das Umgangs- oder Sorgerecht oder die Instrumentalisierung des Kindes im Unterhaltsstreit müssen verhindert werden!

mehr zum Umgangsrecht →

10 Gründe für das alleinige Sorgerecht

Ein klarer Verstoß gegen die elterliche Sorge liegt vor, wenn das Kind misshandelt wird. Zum Sorgerechtsentzug kann schon die Misshandlung von Geschwistern führen, wenn nicht auszuschließen ist, dass auch das fragliche Kind misshandelt wird (OLG Oldenburg).

Zur Gesundheitsfürsorge gehört auch, dem Kind die notwendige medizinische Behandlungen nicht zu verweigern, z. B. wenn Zeugen Jehovas bei einer Frühgeburt einer notwendigen Bluttransfusion nicht zuzustimmen.

Mangelnde Ernährung und Kleidung sowie  ungenügende Pflege können ebenso zu einem Entzug der Sorgeberechtigung führen wie wenn das Kind ständig auf sich allein gestellt ist, weil sich die Eltern nicht kümmern.

Das Sorgerecht darf nicht zu rechtswidrigem Verhalten missbraucht werden. Das liegt etwa vor, wenn das Kind vom Schulbesuch abgehalten wird oder zum Klauen geschickt wird.

Wer sich beharrlich weigert, sein Kind in die Schule zu schicken, der riskiert den Entzug des Sorgerechts.

Bei schwerwiegenden Erziehungsfehlern kann das Sorgerecht entzogen werden. Gerichtlich anerkannt sind z. B. ständige Tobsuchtsanfälle oder staatsfeindliche Erziehung (z. B. radikale Glaubensgemeinschaften oder Neo-Nazis).

Die elterliche Sorge umfasst auch die Vermögenssorge, d. h. die Wahrung der finanziellen Interessen des Kindes. Es dürfen also z. B. keine Spareinlagen des Kindes veruntreut werden.

Kinder sollen nicht in potentiell gefährlichen Umfeldern aufwachsen, etwa in der Drogen- und Prostitutionsszene oder bei politischen oder religiösen Extremisten.

Wird ein bestimmter Umgang angeordnet – etwa mit dem Vater – und kommt die Mutter dieser Anordnung auf Dauer nicht nach, kann das Sorgerecht aus diesem Grund entzogen werdne.

Das Sorgerecht kann auch entzogen werden, wenn die Eltern keine Schuld trifft. Beispiele hierfür sind Drogensucht und andere Suchtkrankheiten, wo trotz Therapie zum Wohle des Kindes eingeschritten werden kann.

Spezialisiert auf Sorgerecht

Rechtsanwalt Henning Gralle
Fachanwalt für Familienrecht
in Oldenburg

Rechtsanwalt Henning Gralle aus Oldenburg hat Erfahrung im Familienrecht seit mehr als 20 Jahren. Als Fachanwalt ist er ganz auf das Familienrecht spezialisiert:

  • Sorgerecht (insbesondere Aufenthaltsrecht)
  • Umgangsrecht
  • Besuchsrecht (speziell der Großeltern)
  • Namensrecht
  • Abstammungsfragen

Wenn es um Kinder geht, ist besonderes Fingerspitzengefühl gefragt. Fachanwalt Henning Gralle hat viel Erfahrung in sorgerechtlichen und umgangsrechtlichen Auseinandersetzung – er ist selbst Vater zweier minderjähriger Kinder. Er hilft Ihnen, eine Lösungen zu finden zum Wohle Ihrer Kinder.

Ihr Ansprechpartner vor Ort in Oldenburg

Warum in die Ferne schweifen? Mit Fachanwalt Henning Gralle haben Sie einen kompetenten Ansprechpartner direkt vor Ort in Oldenburg. Aus jahrelanger persönlicher Erfahrung kennt er die Besonderheiten der Gerichte in Oldenburg und Umgebung.

Klären Sie jetzt Ihr persönliches Anliegen und sprechen Sie mit dem Anwalt.

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